July 12, 2026
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49 KM Materhorn Ultraks

Matterhorn Ultraks – 49 Kilometer voller Zweifel, Wille und unvergesslicher Momente

Es gibt Rennen, die vergisst man nie.

Der Matterhorn Ultraks Sky gehört für mich definitiv dazu. 49 Kilometer, rund 3'600 Höhenmeter und eine Strecke, die einem körperlich wie mental alles abverlangt. Dieses Rennen war nicht einfach ein weiterer Wettkampf – es war ein Erlebnis, das mich verändert hat.

Der Start in Zermatt

Früh am Morgen fiel der Startschuss in Zermatt. Die Atmosphäre war einzigartig. Hunderte Läuferinnen und Läufer, alle mit demselben Ziel: die anspruchsvolle Strecke rund um das Matterhorn zu bewältigen.

Schon nach den ersten Kilometern wurde klar, dass dieser Tag anders werden würde als alles, was ich bisher erlebt hatte.

Die Anstiege waren lang und steil, die Trails technisch anspruchsvoll und jeder Höhenmeter musste hart erarbeitet werden.

Der Kampf gegen den eigenen Kopf

Mit jeder Stunde wurden die Beine schwerer. Irgendwann beginnt nicht mehr der Körper zu entscheiden, sondern der Kopf.

Es gab Momente, in denen ich mich fragte, warum ich mir das überhaupt antue.

Doch genau diese Momente sind es, die den Unterschied machen.

Jeder Schritt nach vorne war ein kleiner Sieg. Nicht gegen andere Teilnehmer – sondern gegen meine eigenen Zweifel.

Eine Landschaft, die sprachlos macht

Zwischen all den Anstrengungen gab es immer wieder Augenblicke, in denen ich stehen bleiben wollte.

Das Matterhorn, die Bergwelt rund um Zermatt und die unglaublichen Ausblicke machten dieses Rennen einzigartig. Es erinnerte mich daran, warum ich Ausdauersport so liebe.

Man leidet – und gleichzeitig geniesst man jede einzelne Minute.

Der Moment im Ziel

Nach 9 Stunden und 40 Minuten erreichte ich die Ziellinie.

Die Erleichterung war riesig.

Nicht wegen der Zeit. Sondern weil ich wusste, dass ich etwas geschafft hatte, das wenige Monate zuvor für mich noch unvorstellbar gewesen wäre.

Dieses Rennen hat mir gezeigt, dass Grenzen oft nur im Kopf existieren.

Mehr als ein Wettkampf

Der Matterhorn Ultraks war ein wichtiger Meilenstein auf meinem Weg.

Nicht nur sportlich, sondern auch persönlich.

Jeder Wettkampf lehrt mich etwas Neues über mich selbst. Über Disziplin. Geduld. Durchhaltevermögen. Und darüber, dass Fortschritt selten bequem ist.

Genau diese Erfahrungen nehme ich mit in mein Projekt Path of Will 2027, bei dem ich den IRONMAN 70.3 Valencia, den IRONMAN Thun und schliesslich The Great World Race absolvieren werde.

Mein Fazit

Der Matterhorn Ultraks hat mir gezeigt, dass grosse Ziele nicht an einem einzigen Tag erreicht werden.

Sie entstehen durch unzählige kleine Entscheidungen:
früh aufstehen, trainieren, weitermachen – auch dann, wenn niemand zuschaut.

Ich bin stolz auf diesen Tag.

Nicht weil er perfekt war.

Sondern weil ich bis zum Schluss nicht aufgegeben habe.

49 Kilometer. 3'600 Höhenmeter. 9 Stunden und 40 Minuten.

Manche Rennen gewinnt man nicht mit den Beinen – sondern mit dem Willen.

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Nicolas Wipf